La femme du boulanger

Erzählfassung von Roger Lille nach Marcel Pagnol

In einem abgelegenen Dorf in Südfrankreich lässt sich der schon in die Jahre gekommene Bäcker Aimable nieder. Die Dorfbewohner, von denen viele miteinander verfeindet sind, bewundern die schöne, junge Bäckersfrau. Aurélie verliebt sich nach wenigen Tagen in einen Schäfer und lässt sich von diesem in einer wildromantischen Aktion entführen. Aimable versucht erst, die Tatsache zu verdrängen. In seiner tiefen Trauer ist er nicht mehr fähig, Brot zu backen. Nun greifen die Dorfbewohner zur Selbsthilfe und suchen Aurélie.
 
Roger Lille übersetzte Pagnols im Jahre 1938 entstandenes Film-Drehbuch in Mundart. Clo Bisaz erzählt und spielt in der Haupt-, Multipel- wie auch Titelrolle die Geschichte mit ihren annähernd fünfzehn Figuren. Désirée Senn mischt musikalisch mit und begleitet den Abend auf dem Akkordeon.
Regie
Hannes Leo Meier
Spiel
Clo Bisaz
Akkordeon
Désirée Senn
Mundartfassung
Roger Lille
Musikdramaturgie
Markus Kühne
Bühne/Kostüme
Marion Menziger
Licht
Andy Giger
Technik
Cyril Bachmann
Produktionsleitung
Gabi Bernetta
Aufführungsrechte
Drei Masken Verlag München

Eine Koproduktion von SZENART mit dem Theater Tuchlaube, Aarau

Spieldaten

Mi. 02. März 2005, 20.15 Uhr Premiere
Theater Tuchlaube, Aarau
 
Nächste Vorstellungen ab Herbst 2006

Kontakt für Gastspiele: Sibilla Scognamiglio Tel. 062 891 23 70, contact@szenart.ch

Tickets

Theater Tuchlaube, Aarau:
aarau info, Graben 42, Aarau oder
www.tuchlaube.ch
Tel 062/834 80 40
 

Rahmenprogramm

1 «Bäckerabend»

Geschichten und Anekdoten aus der Backstube der Region. Live-Kneten und Holzofen-Backen. Alles und mehr über das liebe Brot. Garniert mit Gedichten und Musik.
Mit
Bäcker-Konditoren Lehrtöchter und Lehrlinge, Berufsschule Aarau
 
Bäcker aus der Region
 
Clo Bisaz
 
Désirée Senn
Moderation
Hannes Leo Meier

Gestaltet von SZENART in Zusammenarbeit mit den „Bäcker-Konditoren Lehrtöchtern und Lehrlingen der Berufsschule Aarau“ und dem Kantonalen Bäckermeisterverband.

2 «Nacht der verlorenen Herzen»

Ein Tanzabend für einsame Herzen inklusive fachkundigem Beratungsteil.
Moderation
Herr Pius P. Schürmann
Am Plattenspieler
Herr D. Roluff
Life-Coaching
Clo Bisaz
 
Barbara Gassner

Presse

Aargauer Zeitung, 4. März 2005

«Kein Brot ohne die Hefe der Liebe»
von Susanne Strässle
 
Kein Brot ohne die Hefe der Liebe – Aimable, ein alternder Bäcker , zieht mit seiner schönen, jungen Frau in ein kleines Nest in der Provence ...
 
Pagnol hat «La femme du boulanger» als Filmdrehbuch gschrieben. Die Produktion von Szenart macht draus im Aarauer Theater Tuchlaube ein Erzählstück. Die Geschichte eignet sich wunderbar dazu. Das liegt an ihrer Parabelhaftigkeit und den archetypischen Figuren, aber auch an der schönen und absolut stimmigen Mundarfassung von Roger Lille. Und vor allem an der Erzählmagie von Clo Bisaz, der einen Biderreigen von rühnriger Komik und heiligem Ernst in die Köpfe zaubert ...
 
Leidenschaft und Augenzwinkern – Die Premiere im Theater Tuchlaube zeigte, was für ein beglückendes Erlebnis gute Erzählkunmst sein kann: ...

Aargauer Zeitung, 5. März

«Der Bäckerberuf im Rampenlicht»
von Hansjörg Schnider
 
Im Rahmen von «La femme du boulanger» verwandelte sich das Theater Tuchlaube in eine Bäckerei ... (Siehe Artikel)

Schaffhauser Nachrichten, 9. April 2005

«Brotlose Zeiten in der Provence»
von Ursula Noser
 
Kann der Mensch von Luft und Liebe leben? Kann er nicht. Kann der Mensch allein von Bäckers Brot leben? Kaum. Das wusste Marcel Pganol sehr genau, als er mit dem Film «Die Frau des Bäckers» die mannigfachen Verflechtungen eines Dorflebens dem grossen Thema «amour» unterordnete ...
 
Blitzschnell agierte Clo Bisaz. Eben hatte er mit wirkungsvoller Stimme als verliebter Schäfer gesungen oder die befehlsgewohnte Manier des Marquis bei den aufsässigen Milizen durchgepaukt – um gleich wieder ruhig die Erzählerposition einzunehmen. Ohne zu karikieren, dafür kongruent mit Marcel Pagnols Liebe zu den Menschen, ...
 
Die kleine Tragik und die wechselvolle Privatgeschichte eines ungleichen Paares wurden zur Kurzweil mit Tiefgang.